Ensener Marktplatz soll sicherer werden – und könnte wachsen

Simon Bujanowski
Simon Bujanowski, SPD-Fraktionsvorsitzender
Thomas Korte
Bezirksvertreter Thomas Korte.

Großer Auflauf in Ensen: Über 20 Personen versammelten sich am Montag, um über die Verkehrssituation am Marktplatz zu sprechen. Der Ortstermin war in der letzten Sitzung der Porzer Bezirksvertretung auf Grundlage eines SPD-Antrags vereinbart worden. Die Sozialdemokraten hatten gefordert, die Verkehrssituation zwischen dem Marktplatz, dem Elsterweg und der gegenüberliegenden Ausfahrt des Getränkemarktes zu entschärfen. An der unübersichtlichen Stelle kommt es wiederholt zu gefährlichen Situationen zwischen den Autofahrern und kreuzenden Fußgängern.

Zum Ergebnis des Treffens erklärte SPD-Bezirksvertreter Thomas Korte: „Im Moment besteht vor und hinter der Ausfahrt zum Getränkemarkt zu bestimmten Zeiten ein Parkverbot. Dieses wird nun kurzfristig durch ein absolutes Halteverbot ersetzt. Dann schauen wir, ob die Situation sich bessert. Ziel ist es, dass dort niemand mehr parkt, weil die parkenden Kfz sonst den Autofahrern die Sicht nehmen, die vom Parkplatz des Getränkemarktes auf die Gilgaustraße abbiegen.“

Falls diese Änderung nicht wirke, müsse man weitere Maßnahmen ergreifen. Korte: „Denkbar ist auch eine schraffierte Fläche auf der Fahrbahn oder sogar eine bauliche Lösung – diese war unsere Idee, sie wäre aber im ersten Schritt zu teuer. Wenn die neue Beschilderung nicht hilft, können wir aber darauf zurückkommen. Darauf konnten sich am Ende des Ortstermins alle einigen. Ich bin froh, dass wir an dieser Stelle jetzt endlich weiter kommen und dass alle an einem Strang ziehen!“ Vertreter aller großen Parteien, mehrerer städtischer Ämter, der Bürgervereinigung Ensen/Westhoven sowie örtliche Geschäftsleute nahmen an dem Ortstermin teil.

Positiv aufgenommen wurde auch ein Vorschlag, den die Ensen/Westhovener SPD und der Bürgervereinigung Ensen/Westhoven bei einem Veedelsspaziergang mit Ratsmitglied Frank Schneider entwickelt hatten. Fraktionschef Simon Bujanowski erläuterte: „Im Rahmen der Gelder für öffentliche Plätze in Porz wird auch der Ensener Marktplatz angepackt. Wir schlagen vor, den Elsterweg abzubinden und die Platzfläche bis vor den Supermarkt zu ziehen. Dadurch würde ein größerer Platz mit deutlich mehr Aufenthaltsqualität entstehen, auf dem man sich gerne aufhält. Auch könnte etwa die dortige Bäckerei ein Café anbieten. Für Ensen ist das eine Riesenchance.“ Berücksichtigt werden müssten allerdings auf jeden Fall die Auswirkungen auf den Verkehr in Ensen, notwendig sei eine genaue Prüfung einschließlich einer Verkehrszählung.

Die Vorsitzende der Bürgervereinigung Ensen/Westhoven, Heike Reiferscheid, unterstrich das gemeinsame Anliegen: „Der Verkehr könnte möglicherweise auch über den Teil des Marktplatzes geführt werden, der ein Parkplatz bleibt. Dann könnten Anwohner diesen Weg nutzen, aber auch die Feuerwehr hätte nach wie vor einen direkten Zugang zu den Wohnhäusern. Wir stehen dem Vorschlag sehr positiv gegenüber und würden für die Bürger in Ensen/Westhoven freuen, die hiervon sehr profitieren würden.“ Bujanowski erklärte: „Vertreter der anderen Parteien haben den Vorschlag unterstützt – jetzt müssen wir sehen, wie die optimale Lösung innerhalb des vorhandenen Budgets aussehen kann.“