Die Zukunft beginnt erst ab 2015

Von links: Baudernent Streitberger, Lutz Tempel, Willy Stadoll
Baudezernent Bernd Streitberger: "Ich bin ein großer Freund kleiner Lösungen"

Ein Abend schlechter Nachrichten: In der Veranstaltungsreihe "SPD im Gespräch" konnte Baudernent Streitberger nur feststellen, dass die Umgehungstraße Zündorf laut Integrierter Gesamtverkehrsplanung NRW bis 2015 auf Eis liegt. Gleichzeitig sagte er zu, solange die erforderliche Verkehrsinfrastruktur nicht stehe, soll es in Zündorf "keine weitere Bebauung" geben. Allerdings werde es auch weiterhin möglich sein, Baulücken zu schließen, räumte der Dezernent auf Nachfrage ein.

Im Lokalteil Porz des KÖLNER STADTANZEIGER vom 23.11.2006 lesen wir unter der Überschrift "Rasche Lösung nicht in Sicht":

"…Der SPD-Ortsverein für Porz-Mitte, Zündorf und Langel hat… im Rahmen der Veranstaltungsreihe "SPD im Gespräch" zu einer Diskussion mit dem Titel "Raus aus der Sackgasse" in die Gaststätte "Am Yachthafen" eingeladen, zu der zahlreiche Besucher erschienen. Denn es ging nicht nur um die Umgehungsstraße, sondern auch um die Verlängerung der Stadtbahnlinie 7 bis zur Ranzeler Straße, über die ebenfalls schon seit Jahren diskutiert wird. Beides zusammen sind wichtige Voraussetzung für die zurück gestellte Bebauung Zündorf-Süd – in dem Gebiet sollen in den nächsten zehn bis 20 Jahren bis zu 2000 neue Wohneinheiten entstehen.
Die Podiumsgäste,der SPD-Fraktionsvorsitzende Willi Stadoll, der Ortsvereinsvorsitzende Lutz Tempel und Stadtentwicklungsdezernent Bernd Streitberger (im Bild von rechts nach links) konnten eigentlich nur über den Status Quo berichten. Denn die Umgehungsstraße wird auch nach der Veranstaltung nicht schneller gebaut und für die Verlängerung der Stadtbahn-Linie 7 in den Rhein-Sieg-Kreis fehlt es mal am erforderlichen Geld, mal steht eine Einigung zwischen den Verkehrsunternehmen und dem Grundstücksbesitzer aus – das hängt ganz davon ab, wen man fragt…."

Streitberger appellierte an die Besucher und die Porzer Politiker, die Situation auf andere Wege zu verbessern, berichtet der KÖLNER STADTANZEIGER.
"Ich bin ein großer Freund von kleinen Lösungen", sagte er und sammelte Anregungen, wie man besser mit dem Verkehrschaos umgehen könnte, wenn man es auf absehbare Zeit schon nicht gänzlich beseitigen kann.

Weiter heißt es in dem Bericht des KÖLNER STADTANZEIGER:

"…Diese Aufforderung griffen die Besucher dankbar auf und stießen eine ebenso fruchtbare wie sachliche Diskussion an. So schlug ein Anwohner vor, Parkplätze entlang der Hauptstraße in Zündorf zu entfernen, um den Verkehr zweispurig und somit zügiger fahren zu lassen. Andere forderten zusätzliche Zebrastreifen, wieder andere die Abschaffung des Grünpfeils an der Ernst-Mühlendyck-Straße in Porz-Mitte, weil er Schleichverkehr über die Mühlenstraße und Ernst-Mühlendyck-Straße fördere.

Ebenfalls vorgeschlagen wurde, die Umgehungsstraße mit Mitteln der Stadt wenigstens bis zur Wahner Straße zu bauen, um die Zündorfer schon jetzt zu entlasten. Doch diese Idee stieß bei Streitberger auf wenig Gegenliebe – das Verkehrsproblem werde so nur auf das Nadelöhr Wahn verschoben…."